Die legendäre TorTour de Ruhr auf Pfingsten zählt zu den extremsten Ultraläufen in Deutschland. Die diesjährige Auflage war jedoch leider auch die letzte. Dabei waren auch Jesko Kohlstedt über 100 km und Petra Ortwein, die einen Marathon lief.
Auf drei verschiedenen Distanzen (230-161-100 km) führte der Weg des Einladungslaufs von Winterberg, Arnsberg oder Herdecke nach Duisburg. Jesko Kohlstedt war schon drei mal dabei und hatte die 100 km zweimal gefinisht.
Mit über 100 Läufern erfolgte sein Start am 24. Mai um 0:00 Uhr in Herdecke. Nach einem 4,1 km-Prolog nahmen die Teilnehmer den Ruhrtalradweg unter ihre Füße und passierten so im Vorbeilaufen Herdecke, Wetter, Witten, Bochum, Hattingen, Essen, Mühlheim. Das Ziel bildete die 83 Tonnen schwere und 25 Meter hohe „Rheinorange“-Skulptur an der Mündung der Ruhr in den Rhein. „Ein passendes Ziel für solch ein legendäres Event“, fand Jesko.

Aufgeben keine Option
„Die ersten 80 km bis Mülheim lief es recht gut. Dann bekam ich Krämpfe im ganzen Körper. Neben den vielen Kilometern tat die Hitze ihr übriges. Für die letzten 20 km brauchte ich dann doch über 5 Stunden. Da ich mental darauf vorbereitet war, biss ich die Zähne zusammen und schleppte mich ins Ziel nach Duisburg. Meine besten Freunde haben mich die ganze Strecke mit dem Fahrrad begleitet.“ Unter den Begleitern auch Nele Eggelsmann. „Gerade die letzten vier Kilometer war sie eine unglaubliche Stütze für mich.“ Cora und Nadine sorgten für den Autosupport. „In Perfektion!“ So erreichte Jesko nach 17:39:21 Std das Ziel. „Was eine Hitzeschlacht, was ein Abenteuer, was ein Lauf!“
Ein Marathon als Begleiterin
Michael Scheele, Organisator des beliebten Kanal-Marathon, hatte sich ebenfalls die 100 Kilometer zum Ziel gesetzt. Nachdem er die ersten 17 km von Herdecke bis zur Uferstraße in Witten absolviert hatte, stieß Petra Ortwein um 2 Uhr in der Nacht zu ihm.

Die FunVorRun’lerin begleitete Michael die folgenden 42 Kilometer bis Essen-Kupferdreh, wo sie wiederum von Michael’s Frau abgelöst wurde. Petra: „Es war ein tolles Erlebnis, das mal mitgemacht zu haben und die Gemeinschaft der Ultraläufer kennenzulernen. Am nächsten Tag bin ich nach Duisburg gefahren und habe Michael ab Kilometer 99 ins Ziel begleitet.“
Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern!




